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Naturgefahren und Schutzwald

Schutz vor Naturgefahren

Gemäss der aktuellen Gefahrenkarte Littau und Kriens sind nebst örtlichem Steinschlag für das Projektgebiet Spontanrutschungen und Murgänge / Hangmuren von übergeordneter Bedeutung. Diese gefährden die Kantonsstrasse. Der Kanton als Eigentümer ist für den angemessenen Schutz vor den Naturgefahren verantwortlich.

Im Projekt sind verschiedene Massnahmen integriert, die zu einer relevanten Risikoreduktion gegenüber dem heutigen Zustand führen. Damit können die für die Kantonsstrasse definierten Schutzziele erreicht werden. Im Projekt sind folgende Massnahmen vorgesehen:

  • Die bergseitige Strassenverlegung mit tiefreichender Fundation reduziert das Risikos eines Abrutschens des Strassenkörpers.
  • Mit dem Brückenbauwerk werden grosse Böschungsanschnitte vermieden und es entsteht ein Abstand zwischen Fahrbahn und Gelände. Das Risiko aus bergseitigen Hangmuren und Rutschungen wird reduziert, da sie unter der Brücke durchgeleitet werden.
  • Die Sicherung der bergseitigen Strassenböschungen mit verankerten Stützmauern reduziert die Risiken von bergseitigen Rutschungen.
  • Die Entwässerungsmassnahmen wie Drainagebohrungen, Sickerleitungen oder durchlässige Hinterfüllungen reduzieren die Risiken von Rutschungen und Hangkriechen.
  • Die Erstellung eines Mauerüberstands und die Anordnung eines Fallbodens reduzieren die Risiken aus bergseitigen Hangmuren und Rutschungen.
  • Die Sicherung der Felsböschungen reduziert die Risiken Sturzprozesse.

Mehr zum Thema Naturgefahren (vif)

Schutzwald

Die Wälder im Gebiet Ränggloch schützen die Kantonsstrasse K 4 vor den Naturgefahren Rutschung, Erosion und Murgang. Daher sind sie als Schutzwälder ausgeschieden. Neben den baulichen Massnahmen im Abschnitt Ränggloch ist eine äusserst intensive Schutzwaldpflege wichtig. Dies insbesondere mit dem Ziel, eine dauernde und bestmögliche Durchwurzelung des Bodens zu fördern und damit Erosion und Rutschungen zu vermindern.

Für die dauernde Sicherstellung der Schutzfunktion im Bereich Ränggloch stehen die folgenden Massnahmen im Vordergrund:

  • Pflege und Unterhalt der Strassenböschungen, Eingriffsturnus jährlich. 
  • Pflege des Jungwaldes, Eingriffsturnus 1-5 Jahre, Holz wird in der Regel nicht entfernt. 
  • Entfernung von instabilen Bäumen und Zwangsnutzungen (Borkenkäfer, Windwurf, Schneedruck usw.), Eingriffsturnus unregelmässig je nach Situation, Entfernung des Holzes im Bodenzug oder mittels Helikopter.
  • Holzschläge zur Durchforstung und Verjüngung von Baumholzbeständen, Eingriffsturnus 5-25 Jahre, Entfernung des Holzes hauptsächlich mittels Seilkran und teilweise Helikopter.

Damit die Schutzwaldpflege auch zukünftig effizient, kostengünstig und ohne Strassensperrungen durchgeführt werden kann, wurden im Bereich Ränggloch die folgenden Verbesserungen der Infrastrukturanlagen in das Bauprojekt integriert:

  • Instandstellung der Waldstrasse Sonnenberg
  • Instandstellung und Neubau von Unterhaltswegen
  • Abbruch der bestehenden Freileitung (Hindernis bei Waldpflege)
  • Bau von Seilkranverankerungen
  • Bau von Absenkplätzen

Mehr zum Thema Schutzwald (lawa)

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