Hochwasserschutz

Ausgangslage

Der Projektperimeter umfasste den rund 700 Meter langen Flussabschnitt vor der Mündung der Kleinen Emme in die Reuss. Die Situation im Reusszopfgebiet war in vielen Belangen nicht zufriedenstellend. Die Kleine Emme verlief kanalartig und wies ungenügende Abflusskapazitäten auf. Die beiden Zollhausbrücken und insbesondere der SBB-Damm stauten Hochwasser zurück und leiteten es in die umliegenden Quartiere. Das Gerinne war ökologisch stark beeinträchtigt.

Hochwasser am Seetalplatz 2005


Ziele

  • angemessener Hochwasserschutz durch Erhöhung der Abflusskapazität und der Geschiebebewirtschaftung 
  • Ökologische Aufwertung durch mehr Dynamik mit ausreichendem Gewässerraum, Durchgängigkeit des Gewässers für Fische und Kleinlebewesen und grösserer Strukturvielfalt an Ufern und Sohle
  • Erhaltung und Aufwertung des Flussraums für die Erholungsnutzung durch Verbindungen für Fussgänger und Radfahrer, Zugang zum Wasser durch Renaturierung und Schaffung kiesiger Flachufer

Massnahmen

  • Hochwasserschutz: Dieser wurde durch wasserbauliche Massnahmen sowie Massnahmen bei neuen und bestehenden Brücken verbessert.
  • Ökologie: Die Aufweitung der Kleinen Emme ermöglichte die Gestaltung von flachen Uferbereichszonen. Diese Aufweitung unterliegt einer natürlichen Dynamik und schafft vor allem in den Randbereichen diverse Lebensräume. Die ökologische Situation wurde wesentlich verbessert, da eine unterschiedliche Formung der Uferbereiche viele neue und grössere Lebensräume für Flora und Fauna schafft.
  • Erholungsnutzung: Der gesamte Reusszopf ist besser erschlossen und kann dadurch zur Erholung genutzt werden. Der Uferweg ist aufgewertet und es wurden neue Stufen entlang des Ufers geschaffen, die zum Verweilen einladen.