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Verkehr und Infrastruktur

Verkehrsversuch Luzern Zentrum

Verkehrsversuch Luzern Zentrum

Nicht dargestellt: Verkehrsmanagement-Massnahmen ausserhalb Luzern Zentrum

Die Verkehrsflächen im Stadtzentrum werden häufig von Bus, Velo und Auto gemeinsam genutzt. Der Raum ist allerdings begrenzt, was Ausbauten erschwert.

Die Busse sind am Bahnhof Luzern und im Stadtzentrum oft verspätet, was mit der starken Auslastung des Verkehrssystems zu Hauptverkehrszeiten zusammenhängt. Gleichzeitig wird auch das ÖV-Angebot verbessert: Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2026 verkehren mehr Durchmesserlinien und die Haltestellen am Bahnhof werden umgebaut.

Entlang von Kantonsstrassen im Zentrum von Luzern bestehen mehrere Unfallschwerpunkte.

Zur Verbesserung dieser Situation setzt der Kanton Luzern einen Verkehrsversuch mit verschiedenen, betrieblichen Sofortmassnahmen um.

Die Ziele der Massnahmen:

  • Verkehr entflechten und Verkehrsfluss verbessern
  • Attraktivität des öffentlichen Verkehrs steigern
  • Busverkehr beschleunigen und zuverlässiger machen
  • Verkehrssicherheit, insbesondere für den Veloverkehr, erhöhen und Unfallschwerpunkte entschärfen

Konzept Verkehrsversuche

Verkehrsversuche sollen Klarheit schaffen: In zwei aufeinanderfolgenden Etappen werden Sofortmassnahmen mit Signalisation, Markierung und Verkehrstechnik sowie Anpassungen an Haltestellen auf den in der Abbildung dargestellten Kantonsstrassenabschnitten umgesetzt.

Nach einer Angewöhnungszeit von mehreren Monaten wird der Kanton Luzern die gemessenen Auswirkungen der Verkehrsversuche beurteilen.

Treten die erwarteten Wirkungen ein und bleiben Nebeneffekte aus, werden die Massnahmen definitiv projektiert, publiziert und realisiert.

Verkehrsversuche sind nach Signalisationsverordnung des Bundes für maximal ein Jahr möglich.

Zeitplan

  • Verkehrsversuch 1. Etappe: Dezember 2026 bis voraussichtlich Dezember 2027
  • Verkehrsversuch 2. Etappe: Dezember 2027 bis voraussichtlich Dezember 2028

Massnahmen 1. Etappe

  • Pilatusstrasse, Abschnitt Haltestelle Kantonalbank bis Pilatusplatz: Umwidmung Mischfahrstreifen in reine Busspur und Aufhebung Linksabbieger von Pilatusstrasse in Winkelriedstrasse
  • Zürichstrasse, Alpenstrasse und Schweizerhofquai, Abschnitt Löwenplatz bis Schwanenplatz, sowie Haldenstrasse, vor der Knotenzufahrt beim Genferhaus bis Haltestelle Luzernerhof: Umwidmung Mischfahrstreifen in Umweltspur (Bus + Velo)
  • Maihofstrasse, Haltestelle Weggismatt: Versetzen Haltestelle
  • Seeburgstrasse, Haltestelle Seefeldstrasse: Elektronische Fahrbahnhaltestelle bei Bedarf
  • Maihofstrasse, Haltestelle St. Klemens: Elektronische Fahrbahnhaltestelle bei Bedarf
  • Weitere Verkehrsmanagement-Massnahmen bei Bedarf

Verkehrsführung 1. Etappe

Es sind alle Fahrbeziehungen wie heute möglich. Einzig der Linksabbieger von der Pilatusstrasse in die Winkelriedstrasse wird aufgehoben. Für diese Fahrbeziehung stehen mehrere Alternativrouten zur Verfügung. Aus Richtung Pilatusplatz kann weiterhin von der Pilatusstrasse rechts in die Winkelriedstrasse abgebogen werden.

Erwartete Auswirkungen der 1. Etappe

Eine Verkehrsfluss-Simulation zeigt, dass die geplanten Massnahmen die Reisezeiten des öffentlichen Verkehrs im Zentrum von Luzern zuverlässiger machen und das Gesamtsystem zusammen mit den VM-Massnahmen leistungsfähig bleibt. Während Hauptverkehrszeiten ist anfänglich mit längeren Reisezeiten für den Autoverkehr stadteinwärts auf der Zürich-/Maihof-/Sedelstrasse und der Haldenstrasse sowie den einmündenden Strassen zu rechnen. Stadtauswärts sind keine Veränderungen zu erwarten. Es ist davon auszugehen, dass die Verkehrsteilnehmenden nach einer Angewöhnungsphase auf den öffentlichen Verkehr umsteigen oder andere Hauptachsen nutzen. Durch die Entflechtung der Verkehrsmittel wird die Verkehrssicherheit an kritischen Kreuzungen deutlich verbessert.

Monitoring und Wirkungsanalyse

Mit einem umfassenden Monitoring werden die erwarteten Auswirkungen der Verkehrsversuche gemessen.

Erste Aussagen über die Wirkung der Massnahmen ist für Mitte 2027 vorgesehen.

Öffentliche Mitwirkung

Für beide Etappen der Verkehrsversuche ist eine öffentliche Mitwirkung in Form einer Umfrage vorgesehen, welche in die Beurteilung der Massnahmen einfliessen wird.

Neben Interessenverbänden und weiteren Stakeholder kann sich die Bevölkerung zu den Massnahmen äussern. Weitere Informationen folgen.

Die erste Mitwirkung zur ersten Etappe ist im Frühling 2027 vorgesehen. 


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