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Luzern Nordost

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Aktuell: Planungssynthese Seetal ermöglicht Gesamtbetrachtung

Die Prüfung der Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation im oberen Seetal sind abgeschlossen. Ein Synthesebericht fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zum Schluss, dass die ermittelten Varianten auch im Zusammenspiel miteinander funktionieren.

Zur Vertiefung der Ergebnisse soll nun ein regionales Gesamtmobilitätskonzept unter Federführung des regionalen Entwicklungsträgers (RET) Idee Seetal erarbeitet werden. 

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Im Raum Luzern Nordost (Emmen – Rontal – Seetal) plant der Kanton in den kommenden Jahren mehrere Projekte gemäss Bauprogramm für Kantonsstrassen. Geplant sind unter anderem Umfahrungen in Emmen, Eschenbach, Hochdorf und Ballwil sowie der Anschluss Buchrain. Obwohl die Projekte einzeln aufgeführt sind, beeinflussen sie sich durch ihre Naehe gegenseitig. Deshalb geht der Kanton sie abgestimmt an.

Seit 2020 treibt die Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (vif) die Planung schrittweise voran. Ziel ist eine starke, zukunftsfähige Verkehrslösung für alle betroffenen Gemeinden. Für jedes Projekt wählte die vif die passende Methode. Umfahrungen prüft sie zum Beispiel mit einer Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB). So sorgt der Kanton für ein einheitliches Vorgehen, stimmt sich mit allen Anspruchsgruppen ab und erarbeitet eine Gesamtbetrachtung. Eine Gesamtkoordination begleitet die verschiedenen Projekte.

 

Ergebnisse im Überblick

Optimierung Anschlussbereich Buchrain

In einer Verkehrsstudie wurde der Anschluss Buchrain genauer angeschaut: Schnell realisierbare und kostengünstige Sofortmassnahmen verbessern die aktuelle Situation nicht. Diverse Untersuchungen haben dies belegt. Zielführende Massnahmen können nur mittel- und langfristig realisiert werden.

Die Verkehrsstudie zeigte, dass der Knoten K65 / K65c (Knoten 12, Reussbrücke) der leistungsbestimmende Schlüsselpunkt des Anschlusses Buchrain und gleichzeitig das entscheidende Scharnier zwischen Nationalstrasse und dem kantonalen, wie auch kommunalen Strassennetz ist. Da das Scharnier sehr sensibel auf Eingriffe reagiert, braucht es eine sorgfältige Planung, abgestimmt auf das regionale Netz.

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Umfahrung Eschenbach und Knoten Oberhofen, Inwil

In Eschenbach kommt es immer häufiger zu Stau, die Wohn- und Aufenthaltsqualität an den beiden Kantonsstrassen im Zentrum leidet.

Mittels einer Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB) haben der Kanton Luzern und die Gemeinden Eschenbach und Inwil in einem dreiphasigen Prozess verschiedene Verkehrslösungen geprüft. Teil der Überlegungen war auch der Knoten Oberhofen in Inwil.

Die ZMB Umfahrung Eschenbach konnte im Juni 2022 abgeschlossen werden. Das Ergebnis des Variantenvergleichs: Die Variante Null+/öV, welche eine Optimierung im Bestand statt einer Umfahrung vorsieht, und die Umfahrungsvariante Ost kurz überdeckt Mettlen-Acher liegen auf den ersten beiden Rängen.

Umfahrung Hochdorf

Gleich vier stark befahrene Kantonsstrassen führen nach Hochdorf. Als Regionalzentrum mit knapp 10'000 Einwohnern und 5’000 Arbeitsplätzen löst Hochdorf auch selbst einen beträchtlichen Ziel- und Quellverkehr aus. Die Situation wird durch die Seetalbahn erschwert, die den Ort durchschneidet. Beim Brauikreisel trifft der gesamte Verkehr zusammen. Es kommt täglich zu Stau. 

Die «ZMB Umfahrung Hochdorf» wurde in enger Zusammenarbeit mit der Begleitgruppe der Gemeinde Hochdorf, den beauftragten Fachleuten und den Dienststellen des Kantons erarbeitet. Das Ergebnis der ZMB Umfahrung Hochdorf liegt nun vor: Die Variante Null+, welche eine Optimierung im Bestand statt einer Umfahrung vorsieht, und die Umfahrungsvariante West nah / Süd teilüberdeckt liegen auf den ersten beiden Rängen. 

Ortsdurchfahrt Ballwil

Im Rahmen des Gesamtverkehrskonzeptes 2017 wurden verschiedene Varianten zur Optimierung der Ortsdurchfahrt Ballwil entwickelt und damit das Lösungsspektrum für die Ortsdurchfahrt Ballwil aufgezeigt. Die Bestvariante der Machbarkeitsstudie sieht vor, bei den Ortseingängen durch die Bildung von Torsituationen eine Geschwindigkeitsreduktion zu erzielen. Der Veloverkehr soll künftig separat hinter dem Trassee der Seetalbahn zum Bahnhofplatz und via Wilerhofweg weiter in Richtung Hochdorf geführt werden. Der Kreisel Dorfstrasse wird gegen Westen ausserhalb des Bereichs der Seetalbahn verlagert, was den Abbruch von zwei Liegenschaften erfordert. Für diese kann ein Ersatzneubau erstellt werden. Die kreisrunde Geometrie des Kreisels verhindert eine zu schnelle Durchfahrt, die Fussgängerstreifen können direkt am Kreisel vorgesehen werden, die Querung der Luzernstrasse wird dadurch deutlich sicherer.

Inwil Bereich Oberhofen

Auch beim Knoten Oberhofen in Inwil besteht Handlungsbedarf. Bereits heute kommt es in den Spitzenstunden oft zu Stau. Im Rahmen einer Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB) wurden ein Variantenstudium erarbeitet. Nach eingehender Prüfung und Rücksprache mit dem Gemeinderat von Inwil stehen noch drei mögliche Verkehrslösungen zur Diskussion. Diese wurden zusammen mit den Varianten für Eschenbach zu den folgenden sechs Gesamtvarianten kombiniert:  «West kurz», «Ost kurz überdeckt», «Ost kurz offen», «Ost kurz überdeckt Mettlen-Acher», «Ost kurz offen Mettlen-Acher» und «Null+/öV».

Inwil Bereich Oberhofen

Die Seetalstrasse in der Gemeinde Emmen führt mitten durch das urbane Quartier Meierhöfli. Wichtige Einkaufs- und Arbeitsorte säumen sie. Der Strassenraum ist aber stark am motorisierten Individualverkehr (MIV) orientiert und tritt deshalb vor allem als trennende Achse in Erscheinung. Um sie aufzuwerten und ihre Potenziale optimal zu nutzen, gilt es, verkehrliche und städtebauliche Aspekte eng aufeinander abzustimmen. Ziel ist es, den Strassenraum für alle Verkehrsträger attraktiv zu gestalten − als vollwertigen Freiraum und attraktiven Aufenthaltsort. Diese Entwicklung birgt grosse Chancen für die ganze Gemeinde: Entstehen soll ein öffentlicher Strassenraum, der Lebendigkeit, eine neue Identität im Meierhöfli und städtische Dichte verbindet.
 

Weitere Informationen

Um die städtebaulichen und verkehrlichen Fragestellungen vertieft zu untersuchen und die Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung zu definieren, führten der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen gemeinsam eine Testplanung durch. Das Ergebnis ist auf der Website der Gemeinde Emmen zu finden.