Zu Fuss gehen ist die gesündeste Art, sich fortzubewegen. Wirkungsvolle Bewegungs- und Gesundheitsförderung in Gemeinden wird nicht nur durch Sensibilisierung, sondern insbesondere auch durch strukturelle Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr sowie die Aufwertung von öffentlichen Räumen und Grünflächen erreicht.
Fussverkehr Schweiz führte im Auftrag von kantonalen Fachstellen, Städten und Gemeinden und in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung mehrere Projekte durch, welche die Bedingungen für den Fuss- und Veloverkehr sowie den Aufenthalt im öffentlichen Raum verbessern soll. So auch mit einer eigenen Website zum Thema «Aktive Mobilität und Gesundheit».
Aktive Mobilität und Gesundheit
Seit 2020 ist das Thema Wohlbefinden und Gesundheit zu Fuss ein Arbeitsschwerpunkt von Fussverkehr Schweiz. Unter der Trägerschaft der Schweizerischen Herzstiftung leitete Fussverkehr Schweiz von 2016 bis 2019 das Projekt «Aktive Mobilität & Gesundheit».
Das Wissen über die Zusammenhänge zwischen gebauter Umwelt und Gesundheit ist noch wenig verbreitet. Entsprechend bleiben wichtige Potenziale ungenutzt. Mit dem Pilotprojekt sollten einerseits die Potenziale angegangen und anderseits die Zusammenarbeit zwischen den Fachleuten der Raum- und Verkehrsplanung und der Gesundheitsförderung gestärkt werden. Der Schlussbericht «Aktive Mobilität und Gesundheit» gibt Einblick in die Projektergebnisse.
Bewegungs- und begegnungsfreundliches Umfeld
Unter der Thematik «Gesundes Luzern» geht die Dienststelle Gesundheit und Sport unter anderem auf des Thema bewegungsfreundliches Umfeld – eine bewegungs- und begegnungsfreundliche Gestaltung der Lebensräume im Kanton – ein. Strassen und Wege, Plätze, Gärten, Parkanlagen und Innenhöfe sollen so gestaltet sein, dass sie psychische und physische Aktivität für alle Altersgruppen und für Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung zulassen und fördern. Ziel ist, die Rahmenbedingungen für körperliche Alltagsaktivität zu verbessern.
Mit dem Leporello «Auf dem Weg zu einer bewegungsfreundlichen Gemeinde» werden Gemeinden für dieses Thema sensibilisiert und eingeladen, die Bevölkerung zu animieren, Freiräume mitzugestalten.
Auf der Webseite der Fachstelle Gesundheitsförderung sind zusätzliche Informationen und Planungshilfen zum Thema «Bewegungs- und Begegnungsfreundlichkeit» zusammengestellt.
Gemeinsam mit der Fachstelle Gesundheitsförderung sind weitere kantonale Akteure aus den Bereichen Raumplanung, Verkehr und Infrastruktur (insbesondere auch die Fachstelle Fuss- und Veloverkehr), Umwelt und Natur, Soziales, Sportförderung, usw. aktiv und unterstützen die Gemeinden bei der Umsetzung ihrer Projekte.
Dorf- und Quartierrundgänge
Die Dienststelle Gesundheit und Sport führt in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute Kanton Luzern Dorf- und Quartierrundgänge in Gemeinden und Quartieren durch. Bei diesen Rundgängen bringt die Bevölkerung ihre Anliegen und Bedürfnisse ein. Als Endergebnis erhält die Gemeinde ein Dokument mit möglichen Massnahmen, welche im Bereich der strukturellen Bewegungsförderung umgesetzt werden können. Interessierte Gemeinden und Vereine können sich mit der Programmleitung Gesundheit im Alter in Verbindung setzen.